Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) wird immer beliebter je mehr der Fachkräftemangel wächst. BGM beinhaltet die Verhaltensprävention und die Verhältnisprävention. Vielfach liegt der Fokus auf Kursen und Vorträgen zu Entspannung, Ernährung etc. um ein gesundheitsförderliches Verhalten der Mitarbeitenden zu forcieren. Das ist zwar nur betriebliche Gesundheitsförderung, das sogenannte BGF, aber immerhin ein Beginn.

Unter anderem sind Kurse zum Thema "gesund führen" beliebt. Daran nehmen dann Führungskräfte des Lower- und Middle-Managements teil. Sind die Kurse gut, geht es auch um die gesunde Selbstführung. Was aber ist mit dem Top-Management und gar mit der Geschäftsführung oder dem Vorstand? Die Verantwortung ist groß, die Belastungen enorm, die Tage lang und es wird erwartet, dass man immer funktioniert. Die eigene Erwartungshaltung ist dabei oft am größten: als erstes fällt dann der Sport weg, dann das Treffen mit Freunden oder es wird wenn zum richtigen Saufgelage und schließlich fehlt auch die Zeit mit der Familie, weil man ja sooooooooo wichtig ist. Das Notebook und Handy begleitet einen überall hin und so werden Top-Manager zu den stets anwesend Abwesenden. So erlebte ich in einem Teamworkshop, dass ein Projektmanager und gleichzeitig stellvertretende Geschäftsleitung mit Notebook antrat, um sich in einen Nebenraum zu verkrümeln und erstmal business as usual zu veranstalten: Eine Telefonkonferenz war dazwischen gekommen...
Im betrieblichen Alltag wiederum fehlt häufig ein Austausch, bei dem man auch mal zeigen kann, dass man Mensch ist, Schwächen und Zweifel hat. Ein ehrliches Feedback ist ebenso selten. Nicht selten sind Top-Manager in einem ewigen Einerlei verhaftet bei beruflich großem Erfolg. Die Erwartung, dass man sich freut ist groß, schließlich erträumt sich doch jeder solch ein Leben: Geld und Einfluss en gros!
Doch ist es das Leben, was sie führen wollten? Wie gesund ist das? Wo bleibt der Ausgleich? Wo der Genuss?

"Ich muss...", "Man macht..." sind der Beginn von Sätzen mit vielfältigen Automatismen, die sich verstetigt haben und den Kern des Menschen mit seinen originären Werten nur noch erahnen lassen.

Wie schön wäre es doch auch das Leben genießen zu können, einfach zu sein und sich seines inneren Reichtums bewusst zu werden.

Hier setzen wir an. Mit unserer Unterstützung im stundenweisen Einzelcoaching, oder kompakt und intensiv mit unserer Andanto-Methode über ein paar Tage in Italien und weiterer Begleitung bei Bedarf im Anschluss. Führungskräfte des Top-Managements können Muster aufbrechen und sich neu entdecken.

Autor: Petra Zander