Es braucht Mut und Selbstvertrauen, um sein Leben aktiv zu gestalten. Doch wie häufig sind wir sprichwörtlich in einem Hamsterkäfig gefangen und rennen und rennen, leisten und leisten und machen uns keine Gedanken wozu. Am Wochenende ist mir wieder einmal aufgefallen, dass selbst in der Freizeit so manche nicht aus dem Hamsterrad raus kommen. Ich war Rad fahren.

Es war zwar kalt aber sonnig. Nach monatelanger sportlicher Auszeit -aus gesundheitlichen Gründen- war es ein purer Genuss sich zu bewegen. Während ich das erste mal wieder eine lange Strecke dahinradelte und sich recht schnell meine verkümmerten Muskeln meldeten, freute ich mich wieder aktiv sein zu können. Ich bin gerne sportlich unterwegs, aber gehe mit meinen Kräften ressourcenvoll um.

Warum wie verrückt und verbissen strampeln wie die meisten anderen die mir begegneten - schoss es mir durch den Kopf? Zählt denn nur noch Leistung? Selbst in der Freizeit? Warum gucken alle so ernst? Wartet am Ende ein großer Preis? Und wenn ja, muss ich den wirklich haben?

Ich fuhr auch flott auf meinem Trekkingrad mit Klickpedalen und im Thermo-Fahrrad-Dress. Die Muskeln müssen wieder aufgebaut werden. Gleichzeitig freute ich mich jedoch über das SEIN und strahlte vor mich hin. Nicht wenige verwunderte Blicke trafen mich. Egal, ich lächelte die Leute an und grüßte freundlich. Zu schön der Duft des Waldes, die Ansicht der bunten Blätter und die Sonne, die nicht äußerlich jedoch innerlich wärmte. Ja: "Es ist geschafft, ich bin wieder fit und genieße die Aktivität mit all meinen Sinnen.", war ich versucht zu rufen.  Den Sommer verbrachte ich zwangsweise daheim und arbeitete daran gesundheitlich wieder in die Spur zu kommen. Der Glaube daran auch diese schwierige Situation aus eigener Kraft erfolgreich und vor allem zügig bewältigen zu können hatte mich getragen und jeden Tag einen kleinen Schritt weiter gebracht.

So saß ich nun auf meinem Rad, blickte kurz zurück und empfand Zufriedenheit. Unbeweglichkeit und mangelhafte ärztliche Versorgung hatten mich nicht umgeworfen, sondern mich einfach nur maximal entschleunigt. Mal anders herum gedacht, wer hat schon diesen klasse Sommer in aller Ruhe auf seiner Terrasse genießen können und wurde von Nachbarn und Freunden versorgt? Selbstwirksam habe ich die Situation gemeistert.

Aber genug der Rückschau. Ich lenkte meine Aufmerksamkeit auf die Natur, die Muster die die Sonne malte und auf die paar Menschen, die ebenfalls den Weg durch den Wald und entlang der Isar genossen. Es waren Menschen, die auch lächelten und freundlich grüßten.

Nach rund 25 km war ich wieder daheim und glücklich über meine kleine Radl-Tour mit den vielen Eindrücken.

"Es ist schwer, das Glück in uns zu finden und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden."

Nicolas Chamfort

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Vom 6.-9.12.2018 findet die Die Exklusiv – (R)Auszeit für Unternehmerinnen, Frauen in Führungspositionen und alle, die es sich wert sind! statt. Ein Coaching der besonderen Art nur für Frauen. Mehr dazu auf der Seite: Ja, weil ich es mir wert bin.

Vom 12.-15.12.2018 geht es um den Aufbau Ihrer persönlichen "Ich"-Marke. Mehr dazu auf: Ja, weil ich es kann.

Autor: Petra Zander