5 spannende Tage am Lago di Trasimeno mit interessanten Persönlichkeiten und ganz unterschiedlichen Themen.

Für Petra und mich immer wieder spannend in einer Gruppe, die zufällig zusammen kommt, ganz individuellen Fragestellungen gerecht zu werden. Dazu haben wir, wie immer, gemeinsam mit der Gruppe von 6 Personen etwas erlebt und uns trotzdem auch auf das Individuum konzentrieren können.

     

 

 

 

 

 

Die Aktivitäten wurden in der Gruppe abgestimmt, wobei keine Pflicht der Teilnahme bestand.

Jedoch, wer kann sich schon dem Zauber und der Schönheit der Toskana entziehen? Es ruft Gelassenheit hervor, hilft einen unverstellten Blick auf sich selbst zu werfen und lässt so die Fragen, die beim Kennenlernen in Deutschland relevant waren, noch mal auf den Prüfstand stellen. Es wurde für alle -auf unterschiedlichen Wegen- auch eine Grundsatzfrage "Was will ich jetzt und in Zukunft und vor allem, wie möchte ich es umsetzen?" Ja, die Toskana hilft den Teilnehmern dabei, sich schnell zu öffnen und gibt uns Coaches die Möglichkeit nachhaltiger zu agieren.

Jede Gruppe entwickelt dabei ihre ganz eigene Dynamik und jedes Coaching ist zudem ein individuelles Erlebnis und nicht zu wiederholen, selbst, wenn man das gleiche Setting (Aktivitäten, Gesprächsrahmen etc.) hätte.

Nach Assisi wollten alle und das war gut so, denn der Ort macht etwas mit einem. Der Ort hat eine ganz intensive Wirkung und unterstützt dabei das Gefühlsleben besser fassen zu können. Petra und ich waren zunächst nur stille Beobachter. Die Gruppe teilte sich diesmal nicht, sondern blieb zusammen, um sich über das Erleben auszutauschen obwohl es von der Gruppenzusammensetzung eine ganz heterogene (Alter, beruflicher Background, ursprüngliche Zieldefinition...) Gruppe war. Für uns ist es immer wieder spannend zu sehen, wie unterschiedlich und gleichzeitig wie tief dieser Ort die Menschen berührt. Dieses mal waren wenig Einzelgespräche gefragt. Vielmehr hatte die Gruppendynamik gegriffen und es bestand der Wunsch direkt gemeinsam zu reflektieren. Spontan wurde nach der Ortserkundung auf einer Wiese Platz genommen. Die Teilnehmer tauschten sich untereinander aus und -etwas was nicht selbstverständlich ist und auch unsererseits nicht forciert wird- teilten auch ihre Wahrnehmung über den anderen in einer sehr angenehmen Weise mit. Wir fanden uns als Moderatoren wieder, die mit gezielten Fragen noch zusätzlich den einen oder anderen Aha-Effekt auslösen konnten. So ist es perfekt, denn es

An einem anderen Tag konnte kein Gruppenkonsens gefunden werden. Während 4 Teilnehmer etwas unternehmen wollten und unsere Anregungen der Coaching-Aktivitäten begrüßten, hatten 2 das Bedürfnis sich zurückzuziehen. Schön, denn das Indiviuum zählt und es hätte unsererseits zu Fragen geführt, hätten alle zugestimmt. Es war für uns spürbar, dass bei 2en etwas Tiefgreifendes geschehen und gemeinsames Erleben nun nicht zielführend war. Genau das macht auch Andanto aus: in die Gruppendynamik eintauchen, den Effekt für sich selbst nutzen und trotzdem die Möglichkeit haben sich aus der Gruppe auszuklinken. Also blieb Petra vor Ort und führte die gewünschten Einzelgespräche. Ich fuhr mit den anderen mit unserem gemieteten Kleinbus durch die beeindruckende toskanische Landschaft, bewusst auf Umwegen nach Siena. Natürlich wendete ich auch dabei die Andanto-Methode an.

In Siena lief alles anders. Jeder ging seines Weges, machte Sightseeing oder ging auf Shopping Tour oder ließ sich auf der Piazza del Campo nieder, wozu ich mich auch gesellte. Sich gehen lassen und auf Pflastersteien liegen ist dort gefühlt ein Muss; es zieht einen regelrecht an. Andere beobachten und auch sich selbst wird zu einem bewussten Tun. Zuvor war das Nichts-Tun abwegig und nun hole ich ins Bewusstsein, dass das mit Genuss und ohne Rechtfertigung möglich ist. Und auch hier kommt weiteres Futter für die Seele zum anschließenden wertschätzenden Einzelcoaching für Teilnehmer und Coach ans Licht.

Soweit ein kleiner Auszug aus 5 aktiven und ergebnisreichen Tagen. Vieles ist ins Rollen gekommen, ein anderer Umgang mit sich selbst und anderen initiiert. Jetzt geht es an die Umsetzung in den Alltag, wobei wir begleiten dürfen.

Übrigens in die Toskana geht es erst wieder im Herbst 2019. Als Italienliebhaberin, suche ich in den nächsten Wochen nach neuen spannenden Orten in Italien, die uns in unserer einzigartigen Tätigkeit unterstützen, um wie üblich effektiv zu begleiten.

Autor: Brigitte Stark